Allergisches Asthma - Wenn die Luft plötzlich knapp wird

Husten, Keuchen, verengte Bronchien und Atemnot - viele Menschen leiden ganzjährig oder saisonal unter diesen Symptomen. Das allergische Asthma  tritt häufig schon im Kindesalter auf und kann mit Medikamenten zwar in den Griff bekommen werden, jedoch nicht ohne Nebenwirkungen. 

Der Langzeitgebrauch von Kortison und Bronchienerweiternden Medikamenten führt zur Schwächung des Immunsystems und zur Beeinträchtigung des Herz-Kreislaufsystems (beta-2-Sympathomimetika), wobei zusätzlich ein Gewöhnungseffekt eintritt und die Dosis des Medikaments dann sukzessive erhöht werden muss. 

Asthma entsteht in Folge einer chronischen Entzündung der Atemwege, die zu einer Atemwegshyperreaktion (AHR) führt. Diese kann beispielsweise durch eine nicht auskurierte Erkältung oder eine unbehandelte Allergie entstehen. 

Auslöser die schließlich zu Asthmaanfällen führen, können sehr unterschiedlich sein. Kalte Luft, körperliche Anstrengungen, Hausstaub, Tierhaare, Pollenallergene, Gräser, Schimmelpilzsporen, Lösungsmittel, Nahrungsmittel, akute psychische Belastungen und Stress sind nur einige davon. 

   

Gute Wirksamkeit von chinesischen Kräutern und Akupunktur in der Asthma-Therapie

 Chinesische Kräuter und Akupunktur sind in ihrer Anwendung sicher und haben bei richtiger Auswahl und Anwendung eine nachweislich bronchodilatative (bronchienerweiternde) Wirkung, wobei sich das Befinden von Asthmatikern nach eigener Einschätzung schon bei den ersten Anwendungen deutlich verbessert. 

Aus Sicht der chinesischen Medizin ist das allergische Asthma eine multifaktorielle Erkrankung, die keineswegs nur auf das Organ Lunge bezogen ist. Nieren und Milz sowie das sogenannte Abwehr-Qi spielen beim Asthma eine ebenso entscheidende Rolle, da sie in der chinesischen Modellbildung in enger Wechselwirkung zueinander stehen. 

   

Syndrommuster bei allergischem Asthma

Asthma kann in der Modellbildung der TCM wie folgt erklärt werden: Das Nieren-Yang ist die Wurzel des sogenannten Abwehr-Qis, welches entlang der Oberfläche (Haut und Muskulatur) durch die Lunge zirkuliert wird. Ist das Lungen-Qi in Schwäche, kann das Abwehr-Qi nicht ausreichend verteilt werden. Dadurch können vermehrt pathogene Faktoren eindringen und die Lunge schädigen. 

Das Abwehr-Qi bildet eine Schutzbarriere gegen äußere Einflüsse. Mit fortschreitenden Nieren-Yang-Mangel, schwindet auch die Kraft des Abwehr-Qis, so dass äußere pathogene Faktoren, wie beispielsweise Wind (Allergene), Kälte oder Hitze in die Lunge eindringen und Atemwegserkrankungen auslösen können. Das Abwehr-Qi ist im entfernten Sinne in der Funktion mit dem uns bekannten Immunsystem vergleichbar. 

Das Lungen Qi wird durch äußere pathogene Faktoren, wie beispielsweise Wind oder Kälte daran gehindert den physiologischen Verlauf, im Absenken des Qis zu vollziehen. Hinzu kommt häufig eine Nierenschwäche, die dazu führt, dass das Qi der Lunge nicht mehr von den Nieren "gegriffen" und abwärts gelenkt wird. Die Folge ist das sogenannte „gegenläufige Lungen-Qi“, welches sich durch die typischen Asthmasymptome, wie Husten und Verengung der Bronchien bemerkbar macht. 

   

Der Verlauf des Asthmas wird häufig durch eine zusätzliche Milz-Qi-Schwäche verkompliziert. Ist das Qi der Milz im Mangel,  bilden sich vermehrt Schleim und Feuchtigkeit im Körper. Da Lunge und Milz über die Taiyin-Schicht miteinander verbunden sind, gelangt der Schleim, mit dem die Milz nicht mehr fertig wird im Partnerorgan Lunge und wird dort abgelagert, welches die schon erschwerte Atmung zusätzlich einschränkt. Deshalb ist es für jeden Asthmatiker ratsam eine "schleimbildende" Ernährung mit Milchprodukten, Fast-Food, Weißmehlprodukten und Süßigkeiten zu vermeiden. 

Therapie mit chinesischen Kräutern und Akupunktur

Die Therapie des allergischen Asthmas setzt auf die gezielte Behandlung des jeweiligen Syndroms. Je nach spezifischer Ausprägung des Asthmas, werden das Qi der Lunge, der Niere und der Milz gestärkt. Darüber hinaus werden in der Regel Yang tonisierende und Schleim ausleitende Maßnahmen eingeleitet und Hinweise für eine Ernährungsumstellung ausgesprochen.